Miriam Bajtala

Eumig Werbefilme

Screening

(AT 60ER – 70ER JAHRE | 23 MIN)

Alte Werbung für eine Kamera
© eumig

Eumig mini 3 (Originaltitel)

(AT 1970 | 4 min 02 sec)

Regie/Kamera: Franz Kratochwil

Werbefilm für die Eumig mini 3, mit männlichem Sprecher, gefilmt wurde in Wien (Burgarten | Mozart-Denkmal, Oberes Schloss Belvedere – Canaletto-Blick auf Wien, Stephansdom, Wiener Staatsoper, Volksgarten).

Eumig mini ZOOM REFLEX

(AT 1970 | 5 min 50 sec)

Regie/Kamera: Franz Kratochwil

Werbefilm für die Eumig mini ZOOM REFLEX, mit weiblicher Sprecherin, gefilmt wurde in Wien (Volksgarten, Rathaus, Parlament, Heldenplatz – Erzherzog Carl-Reiterdenkmal, Burggarten – Palmenhaus und Mozart-Denkmal, Hofburg, Burgtheater, Rathauspark, Wiener Staatsoper, Oberes Schloss Belvedere – Canaletto-Blick auf Wien).

MADE IN AUSTRIA (Originaltitel)

(AT 1960-1970)

Opfermann Version (Interner Titel)

Gestaltung: H.C. Opfermann

Kamera: Helmut Ammon

Musik: Heinz Neubrand

Schnitt: Karin Baur

Beschwingte Musik, Neonreklamen der Inneren Stadt Wien – roter „eumig“ Neonschriftzug – dazu einkopierter Tricktitel „MADE IN AUSTRIA“.

Österreich 10 Jahre frei – Szenen im Belvedere. Menschenmenge davor, Zoom auf einen Filmenden in der Menge mit einer Eumig- Kamera. Überblendung auf einen Super8 Projektor „Mark S“ in einem Klassenzimmer ähnelndem Vorführraum. Ein Projektionist hat zwei Frauen und drei Männern (Darunter ist auch H.C. Opfermann selbst) etwas vorgeführt, das Licht geht an und ein der Zuschauerinnen sagt: „Ach bitte, spielen Sie uns noch einmal die Einleitungsmusik – die klang so gut“. Alle lauschen andächtig der beschwingten Musik vom Beginn. Ein Mann sagt: „Guter Ton. Und wer liefert den Verstärker?“, worauf der Projektionist erwidert, das Eumig (fast) alles selbst fertigt. Der Projektor wird aufgemacht, und die Funktionsweise der verschiedenen Bauteile wird erläutert. Szenen im Werk, an den Werkbänken. Bauteile werden zusammengefügt. Szenen der ZuschauerInnen im Vorführraum und den ArbeiterInnen im Werk alternieren miteinander. Schienenfahrt an Tischen vorbei, an denen Arbeiterinnen den Projektor Schritt für Schritt zusammenbauen. „Die erste Kontrolle auf mechanische Fehler“. „Frequenzgangüberprüfung“ (…) – Techniker testen und überprüfen das Bauteil. Erklärung der Funktionsweise des Tonprojektors „Mark S“, jedes Bauteil wird gesondert erklärt und dessen Herstellung im Werk wird gezeigt.

Auch das Objektiv – und die Linsen – werden selbst von Eumig hergestellt (d.h. die Linsen werden selbst von Eumig aus Rohglas geschliffen).

Vollautomatische Transferstraßen werden erläutert – Eumig als die erste Firma in der Welt, die Transferstraßen zur automatischen Herstellung von fotografischen Linsen besitzt. Halbautomatische und vollautomatische Transferstraßen im Werk werden gezeigt. Presslinge werden geschliffen und poliert. Kontrolle der Linsen. Polieren der Linsen. Linsenschleifen von Hand. Newtonringe helfen beim Messen der Linsenkrümmung. Linsenvergütung, Linsenbelegung. Licht, Kondensorlampe, Spiegel, Bildfenster, Vernicklung, Verchromung, Motor, Transformator, Wicklung, Rohguss (im Eumig Werk in Kirchdorf), Druckpresse, Aluminiumbarren, Druckguss, Einbau der Bauteile in das Gehäuse. Der Transformator und der Verstärker werden eingesetzt. Halbstündiger Lauftest. Endkontrolle. 5 Werke, 3400 Menschen. Eine Arbeiterin testet die Aufnahmefunktion: „Guten Morgen – hier ist ein neuer Eumig-Projektor“. Im Stoptrick baut sich der Projektor zum Donauwalzer selbst zusammen.

Dank an den Förderverein Eumig/Schriftführerin Uschi Seemann und das Österreichische Filmmuseum für die Rechte.

Mitwirkende

Medien zum Programmpunkt